TunnelThermie

Tief in der Erde steckt ein unermesslicher Energievorrat. Ein Schatz, den man durch moderne Technologien heben kann.

Er heißt: Wärme.

Die TunnelThermie macht sich den Umstand zu Nutze, dass ab einer gewissen Tiefe konstante Temperaturen von etwa 11 Grad Celsius herrschen. Tunnelbauten schlagen große Flächen dieser Erdwärmeschichten frei. Die ohnehin hergestellten Tunnelbauteile werden dabei als „Absorber" herangezogen und mit Rohrleitungen versehen, während die Bohrpfähle der Tunnelwand dem Erdreich die Wärme entziehen. Die gewonnene Wärmemenge wird mit Leitungen zu einem Sammelschacht transportiert und mittels Wärmepumpe auf die Nutzungstemperatur von ca. 45 Grad gebracht.



Die Erdwärme kann sodann zum Beheizen und zur Brauchwasserbereitung der angeschlossenen Kunden eingesetzt werden. Wie bei dem Energiecomfort-Projekt Sportmittelschule Wien-Hadersdorf. Hier ist der Lainzer Tunnel die Erdenergiequelle, die der Schule jährlich 35.000 m³ Erdgas erspart. Die jährlichen Emissionen an CO2 verringerten sich um etwa 30 Tonnen. Reduziert ist auch die emittierte Menge „konventioneller" Luftschadstoffe wie NOx oder CO. Das Projekt erhielt einen Anerkennungspreis im Rahmen des Wettbewerbs „Energieprofi 2004".